Conjuring reihenfolge chronologisch: So verwirrend ist es wirklich

Eine Freundin rief mich neulich an, weil sie mit ihrem Sohn die Conjuring-Filme schauen wollte. Sie hatte die Blu-rays längst im Regal, aber dann kam die Frage, die fast jeden überfordert: Womit fängt man bloß an? Nach Erscheinungsdatum? Nach Handlungszeit? Ich habe damals angefangen, die Filme einfach der Reihe nach zu schauen, wie sie ins Kino kamen – und saß irgendwann mitten in „Annabelle", ohne zu verstehen, warum diese Puppe plötzlich ihre eigene Vorgeschichte erzählte. Das war der Moment, in dem ich anfing, mir eine eigene Liste zu bauen.

Heute weiß ich: Für die Conjuring-Reihenfolge chronologisch gibt es keine offizielle Anleitung, aber eine ziemlich klare Logik – wenn man weiß, wo die einzelnen Filme in der Zeitlinie hängen. Genau darum geht es hier.

Wichtige erkenntnisse

  • Das Conjuring-Universum umfasst zehn Filme – vier Hauptfilme und sechs Ableger rund um Annabelle, Valak und die Llorona.
  • Chronologisch beginnt alles 1952 mit „The Nun", nicht mit dem ersten Conjuring-Film.
  • Die Handlungszeit springt zwischen 1943 und den frühen 1980er-Jahren hin und her – je nach Film.
  • Für ein erstes Durchschauen ist die Reihenfolge nach Erscheinungsdatum trotzdem oft die angenehmere Wahl.
  • Wer chronologisch schaut, versteht die Querverbindungen besser, verliert aber manchmal die Spannungskurve der Hauptsaga aus den Augen.
  • Mit „Conjuring 4: Das letzte Kapitel" hat die Reihe 2025 ihren angekündigten Schlusspunkt erreicht.

Warum die Conjuring-Reihenfolge so verwirrend ist

Der Grund ist eigentlich banal: Die Macher haben nicht von vorne nach hinten erzählt. Sie haben mit einem Film angefangen, der in den 1970ern spielt, und dann nach und nach Filme drumherum gebaut – Prequels, Spin-offs, Seitenwege.

Das ist kein Zufall, sondern Kalkül. Ein Horror-Franchise lebt davon, dass ein Publikum wiederkommt. Wenn jeder Teil eine neue Ecke der gleichen Welt aufmacht, bleibt die Neugier frisch. Nur: Für jemanden, der die Filme heute in der richtigen Reihenfolge schauen will, wird es dadurch zur Puzzlesarbeit.

Was bedeutet „Reihenfolge" überhaupt?

Sobald Sie anfangen, im Netz zu suchen, stoßen Sie auf zwei völlig verschiedene Listen:

  • Einmal die Reihenfolge nach Erscheinungsdatum – also so, wie die Filme tatsächlich ins Kino kamen.
  • Und dann die Reihenfolge nach Handlungszeit – das ist die, die wirklich chronologisch heißt.

Beide haben ihre Berechtigung. Und beide sind vollkommen unterschiedliche Erlebnisse.

Warum es keine offizielle Liste gibt

Die Produzenten haben nie einen Zeitstrahl veröffentlicht. Alles, was zirkuliert, ist aus den Filmen abgeleitet – aus Dialogen, Zeitungsausschnitten, Requisiten mit Datum. Wer eine Liste baut, rekonstruiert sie. Ehrlich gesagt: Ich habe auch keine Originalquelle gefunden, als ich anfing, das für mich aufzuschreiben.

Conjuring-Reihenfolge chronologisch: die komplette Liste

Hier ist die Liste, die ich mir zusammengestellt habe – nach Jahren der Handlung, nicht nach Kinostart. Die Jahreszahlen beziehen sich auf die Haupthandlung; einzelne Szenen reichen weiter zurück oder nach vorn.

Platz Film Handlungszeit Kinostart
1 The Nun 1952 2018
2 Annabelle: Creation 1943 bis 1955 2017
3 The Nun 2 1956 2023
4 Annabelle 1967 2014
5 The Conjuring 1971 2013
6 Lloronas Fluch ca. 1973 2019
7 The Conjuring 2 1977 2016
8 Annabelle 3 1978 2019
9 The Conjuring 3: Im Bann des Teufels 1981 2021
10 Conjuring 4: Das letzte Kapitel 1980er 2025

Die ersten Filme im Detail

„The Nun" ist der Anfang. Er spielt 1952 im rumänischen Kloster Cârța, lange bevor Ed und Lorraine Warren überhaupt auftauchen. Hier lernen Sie Valak kennen, dieses dämonische Nonnen-Wesen, das später noch mehrfach auftaucht. Für mich war dieser Film überraschend stark, als ich ihn endlich in der richtigen Reihenfolge geschaut habe – obwohl er allein betrachtet eher mittelmäßig wirkt. Der Kontext macht einen Unterschied.

Danach kommt „Annabelle: Creation", der eigentlich zwei Zeiträume bedient: die Vorgeschichte 1943 und dann der Sprung zwölf Jahre später. Sie erfahren hier, wie die berühmte Puppe zu dem wird, was sie später in „Annabelle" ist.

Kurz gesagt: Die drei ersten Filme der Zeitlinie sind alle Prequels. Es gibt in ihnen kein Ed-und-Lorraine-Duo, das durch das Geschehen führt.

Wo „Lloronas Fluch" einzuordnen ist

Ein Film, der oft vergessen wird. Er spielt um 1973 und ist der einzige im ganzen Universum, der nicht direkt an einen der anderen Filme anknüpft. Er hat keinen Ed, keine Lorraine, keine Annabelle.

Das ist auch der Grund, warum ich ihn beim ersten Durchlauf fast ausgelassen hätte. Man kann ihn problemlos überspringen, wenn man nur der Hauptlinie folgen will. Wer aber das komplette Bild möchte, sollte ihn zwischen „The Conjuring" und „The Conjuring 2" einschieben.

Chronologisch oder nach Erscheinungsdatum – was ist besser?

Hier eine Einschätzung, die in Foren regelmäßig hitzig diskutiert wird. Meiner Meinung nach hat beides seinen Platz – aber für die meisten Erstzuschauer ist Erscheinungsreihenfolge besser.

Warum? Weil die Filme so gebaut wurden. „The Conjuring" (2013) erklärt Dinge, die in „The Nun" (2018) noch nicht erklärt wurden. Wenn Sie mit „The Nun" anfangen, fehlen Ihnen die Ankerpunkte. Sie sehen einen soliden Horrorfilm, aber die Verknüpfungen bleiben unsichtbar.

Wann chronologisch wirklich sinnvoll ist

Beim zweiten Durchlauf. Wenn Sie das Universum schon kennen, ist die chronologische Sicht ein Erlebnis. Plötzlich sieht man, wie die Ereignisse zusammenhängen, wie Valak sich durch die Jahrzehnte zieht, wie die Warrens in Filmen auftauchen, die nach ihrer Zeit spielen.

Ich habe vor ein paar Jahren zum zweiten Mal geschaut – diesmal streng chronologisch – und mir sind Dinge aufgefallen, die ich beim ersten Mal komplett verpasst hatte.

Fazit für den ersten Durchlauf

Wenn Sie zum ersten Mal einsteigen:

  1. Schauen Sie zunächst „The Conjuring" (2013) und „The Conjuring 2" (2016).
  2. Danach die Annabelle-Trilogie in der Erscheinungsreihenfolge.
  3. Erst dann die Prequels „The Nun" und „The Nun 2".
  4. „Lloronas Fluch" und die späteren Teile zum Schluss.

So bleibt die Spannung erhalten, und die Verbindungen fallen Ihnen nachträglich auf, statt dass sie Ihnen vorweggenommen werden.

Conjuring: wie viele Teile gibt es?

Zehn. Das ist die Zahl, die nach dem Erscheinen von „Conjuring 4: Das letzte Kapitel" im Jahr 2025 gilt.

Conjuring: wie viele Teile gibt es?

Es gab früher Verwirrung, weil manche Quellen von acht Filmen sprachen – das war der Stand vor „The Nun 2" und „Conjuring 4". Die Reihenfolge der Veröffentlichungen, damit Sie den Überblick behalten:

  • 2013: The Conjuring
  • 2014: Annabelle
  • 2016: The Conjuring 2
  • 2017: Annabelle: Creation
  • 2018: The Nun
  • 2019: Lloronas Fluch
  • 2019: Annabelle 3
  • 2021: The Conjuring 3: Im Bann des Teufels
  • 2023: The Nun 2
  • 2025: Conjuring 4: Das letzte Kapitel

Warum die Zahl so oft schwankt

Weil die Spin-offs nicht immer mitgezählt werden. Wer nur die Hauptsaga meint, kommt auf vier Filme. Wer das ganze Universum meint, auf zehn. Und dann gibt es noch die Doku-Formate und Making-ofs, die manche Listen mitreinnehmen.

Für die chronologische Frage sind jedoch nur die zehn Spielfilme relevant – alle anderen Formate kann man getrost ignorieren.

Annabelle und Conjuring: zwei Reihen, eine Zeitlinie

Die Annabelle-Trilogie ist keine eigene Welt. Sie hängt direkt an der Conjuring-Handlung und spielt in denselben Jahren. Was viele nicht wissen: Die Puppe Annabelle taucht bereits ganz am Anfang von „The Conjuring" (2013) auf – in einer kurzen Szene, die als Einleitung dient.

Die drei Annabelle-Filme erweitern das also nicht, sie vertiefen es. Das ist ein wichtiger Unterschied für die Chronologie: Sie füllen Lücken innerhalb der bereits bekannten Zeitlinie.

Warum die Annabelle-Filme trotzdem eigenständig funktionieren

Sie lassen sich als eigene Reihe schauen, ohne dass man die Conjuring-Hauptfilme kennt. „Annabelle: Creation" etwa funktioniert als klassischer Spukhaus-Horror auch für Zuschauer, die noch nie von Ed und Lorraine Warren gehört haben.

Das ist übrigens keine schlechte Sache. Ich habe mit jemandem angefangen, der die Hauptfilme nicht kannte, und wir sind mit den Annabelle-Teilen eingestiegen. Es hat funktioniert.

Conjuring 4: Wie es sich in die Chronologie einfügt

„Conjuring 4: Das letzte Kapitel" spielt in den 1980er-Jahren und ist damit der letzte Film der Zeitlinie. Er setzt die Geschichte von Ed und Lorraine Warren fort und gilt als Abschluss der Reihe.

Conjuring 4: Wie es sich in die Chronologie einfügt

Was das für die chronologische Reihenfolge bedeutet: Er steht ganz am Ende. Wer die Zeitlinie von vorne durchgehen möchte, endet hier.

Warum das der Reihe gut tut

Zehn Filme über vier Jahrzehnte Handlungszeit – das ist eine Menge. Ein klarer Schlusspunkt hat etwas Befreiendes. Man muss nicht mehr spekulieren, wo noch etwas angedockt wird.

Häufige Fragen zur Conjuring-Reihenfolge

Ist die Conjuring-Reihe abgeschlossen?

Mit „Conjuring 4: Das letzte Kapitel" hat die Reihe ihren angekündigten Abschluss erreicht. Neue Hauptfilme sind bislang nicht geplant. Innerhalb des Universums gab es zuvor weitere Projekte, die aber nicht mehr in die eigentliche Zeitlinie der Warrens gehören.

Muss man alle Filme schauen?

Nein. Wer nur die Hauptsaga möchte, kommt mit vier Filmen aus: „The Conjuring", „The Conjuring 2", „The Conjuring 3" und „Conjuring 4". Alles andere sind Vertiefungen.

Was ist der Unterschied zwischen Hauptsaga und Spin-offs?

Die Hauptsaga dreht sich um Ed und Lorraine Warren – ein reales Paar, das als Dämonologen bekannt wurde. Die Spin-offs erzählen Nebenfiguren dieser Welt: die Puppe Annabelle, den Dämon Valak, die Legende der Llorona. Sie ergänzen, ersetzen aber nicht.

Welcher Conjuring-Film ist der beste?

Diese Frage ist ehrlich gesagt Geschmackssache. Persönlich halte ich „The Conjuring 2" für den stärksten Eintrag der Reihe – er hat die dichteste Atmosphäre und die überzeugendste Figurenzeichnung. „The Conjuring 3" fällt dagegen deutlich ab, was viele Fans ähnlich sehen.

Mein persönliches Fazit

Wenn Sie das Universum zum ersten Mal betreten: Fangen Sie nicht mit „The Nun" an, auch wenn der chronologisch zuerst kommt. Fangen Sie mit „The Conjuring" (2013) an, so wie damals alle.

Die chronologische Reihenfolge ist etwas für den zweiten Durchlauf. Dann wird sie zum echten Gewinn – weil Sie plötzlich sehen, wie die Teile zusammenhängen. Beim ersten Mal nimmt sie Ihnen die Überraschungen weg.

Und ja: Ich habe mir beim ersten Mal selbst die Reihenfolge verdorben, weil ich alles alphabetisch sortiert hatte. Nicht empfehlenswert.